Samba wurde als freie und offene Alternative zum Microsoft Server System entwickelt und ist längst nicht nur mehr als "Ersatz" im Einsatz. Mittels SAMBA lassen sich erheblich leistungsfähigere, größere Speichernetzwerke bauen als mit dem "Vorbild". Es birgt keine versteckten Altlasten oder Funktionen und seine offene Struktur erlaubt die gemeinsame Nutzung der Produkte verschiedener Hersteller - von Apple / Mac, Linux und Microsoft. Seit SAMBA 4 werden auch neuere Windows-Versionen samt Active Ditrectory unterstützt.

Natürlich eignet es sich bis heute immer noch als preiswerter, an Hardware erheblich weniger anspruchsvoller Ersatz zu einem typischen Microsoft Dateiserver selbst eines Kleinstunternehmens.

FreeNAS

FreeNAS ist eine sehr leistungsfähige, integrierte Software für den Betrieb leistungsfähiger SAMBA Dateiserver und Netzwerkspeichersysteme (NAS - "Network Attached Storage") in LAN-Netzwerken, deren Funktionsumfang inzwischen weit über die typischer NAS-Geräte / Server / Appliances hinausreicht.

Mittels der (auf FreeBSD basierenden) System-Software lassen sich sehr schnelle und sehr gut skalierbare Dateiserver bauen, die den stetig wachsenden Bedarf heutiger Unternehmen an zentralem Speicherplatz und Zugriffsgeschwindigkeit kompromißlos bedienen können. So sind von der "einfachen Dateiablage" für Kleinstunternehmen bis hin zu sehr eleganten AD / PDC Setups - sogar verteilt - möglich.

Mit der integrierten Virtualisierungslösung "Jails" lassen sich bisher auf gesonderten Maschinen betriebene Anwendungen wie Mailserver, Datenbanken, Cloud-Installationen, Extranet-Zugänge, VPN Server uvm. praktisch ohne Leistungsverluste - jedoch sauber abgeschottet vom zentralen NAS-System - betreiben. Sogar kleinere Windows-Installationen können vollvirtualisiert mit abgebildet werden. Die gesamte Konfiguration des Systems kann in einer kleinen Datei gepeichert und extern gesichert werden - um zB. im Notfall das System (selbst auf anderer Hardware) binnen Minuten wieder neu aufzusetzen.

Die Administration erfolgt über eine Weboberfläche (wahlweise auch per Textkonsole / SSH) - im Windows PDC / AD Modus (als Ersatz für Microsoft Windows Domänen-Server) ist stattdessen auch eine Verwaltung über Microsoft RSAT Verwaltungswerkzeuge möglich.

ZFS

Die Datenhaltung auf den Plattenspeichern / SSDs durch FreeNAS erfolgt im ZFS-Dateisystem - ein vormals von Sun Microsystems für Rechenzentren und sehr große Datenspeicher entwickelten Dateisystems - welches sehr flexible Möglichkeiten der Anpassung an das Bedarfsprofil von Anwendern ermöglicht.

Statt klassischem (Hardware-)RAID bringt ZFS eine ganz eigene Logik zur optimalen, ausfallsicheren und zugriffsschnellen Verteilung der zu speichernden Daten auf verschiedene Platten / Festspeicher mit. Selbst sehr effiziente Replikation zwischen verschiedenen Standorten ist bereits im Dateisystem integriert. ZFS fasst mehrere Festplatten / Festspeicher zu sog. "Pools" zusammen, in denen ein oder mehrere Platten ausfallen dürfen, ohne das eine Betriebsunterbrechung oder gar Datenverluste entstehen.

Mittels sog. "Snapshots" ("Schnappschüsse") "merkt" sich der Speicher seinen Zustand in einem gegebenen Zeitraster - so können z.B. Dateien nach versehentlicher Löschung einfach aus einem älteren Schnappschuß herauskopiert werden.

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